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	<title>Michael Praschma &#8211; KOLLEGSGESCHICHTEN</title>
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	<description>Geschichten vom Kolleg Sankt Blasien</description>
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	<title>Michael Praschma &#8211; KOLLEGSGESCHICHTEN</title>
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		<title>Kein Internatsleben unter der Gürtellinie </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Praschma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jul 2023 11:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1974]]></category>
		<category><![CDATA[erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn der Verfasser des folgenden Textes sagt, dass Sexualität (eigentlich) kein Thema im Internat gewesen sei, redet er (eigentlich) von seiner Kollegszeit 1968–1974. Aber auch heute findet sich, zumindest über die Stichwortsuche auf der Kollegswebsite, nichts Konzeptionelles dazu, wenn man „Sexualpädagogik“ oder „Sexualität“ eingibt. Vielleicht täuscht das ja, und hinter den Kulissen ist die jesuitische Erziehung da voll am Ball. Für die Zeit vor 50 Jahren war’s jedenfalls nicht so. Aber natürlich gab es das Thema… ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Homosexualität ist ein Schande!“, donnerte Pater F. in die 9. Klasse, und wir schwiegen. Es war kurz still, wir waren peinlich berührt – und feige. Wir hätten unseren Mitschüler in Schutz nehmen können, den F. zwar nicht namentlich genannt, aber erkennbar gemeint hatte. Er war nicht schwul; wir hatten keine Ahnung, wie F. auf den Verdacht gekommen war; es war ein Fremdsprachenfach; F. war kein Präfekt. Wir waren völlig konsterniert.&nbsp;</p>



<p>Die weitgehende Reform des „Schwulenparagraphen“ 175 StGB kam erst 1973. Homosexualität war nicht nur ein schwerer Vorwurf, sexuelle Handlungen waren auch ein Grund für einen Kollegsverweis. Wir hatten kein kritisches Bewusstsein dazu, uns war einfach nur äußerst unbehaglich.&nbsp;</p>



<p><strong>Brevierbeten vor dem Schlafsaal</strong></p>



<p>Sexualisierte Gewalt&nbsp; oder die Missbrauchsfälle, die es ja auch in St. Blasien gab, waren uns unbekannt. Jedenfalls waren sie kein Gesprächsthema. Sie hatten ja auch schon etliche Jahre vor meiner Internatszeit stattgefunden und dann wieder um einiges später. Aber pubertär, wie wir waren, und auch ungehobelt im Umgang mit dem Thema Sexualität, hatten wir grobe Vorstellungen, wie wohl zölibatär lebende Patres und Brüder mit ihrer eigenen Sexualität umgingen, inklusive entsprechender Interpretationen bei der Hand.&nbsp;</p>



<p>Zum Beispiel gab es einen Bruder, der öfters zur Bettgehzeit im Gang vor unserem großen Schlafsaal Brevier betend auf und ab ging. Wir waren der sicheren Ansicht, dass es ihm in Wirklichkeit darum ging, wenig bekleidete 12- bis 14-Jährige zu beobachten, also machten wir uns einen Spaß daraus, mit nacktem Oberkörper an ihm vorbei über den Gang zu den Toiletten zu laufen und ihm so Stielaugen zu machen. Ob er uns in Wirklichkeit nur freundlich angesehen hat – wer weiß? Dazu hatten wir ebenso unsere erhitzten Phantasien wie zu den vermutlichen Wegen der Triebverschiebung bei Pater T., dem unsere Küchenpsychologie ein deutliches Syndrom aus starkem Schwitzen, heftigem Bewegungsdrang und auffallend strikten religiösen bzw. moraltheologischen Äußerungen attestierte.&nbsp;</p>



<p><strong>Nicht jedes Vakuum füllt sich mit Perlen</strong></p>



<p>Sollte es – z. B. im Biologieunterricht – Einheiten zur sexuellen Aufklärung gegeben haben, dann hat das keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Was es ganz sicher nicht gab, war Erziehung zu einem sozialen, achtsamen Umgang mit Sexualität, der über die Einhaltung des sechsten und neunten Gebots hinausgegangen wäre. Was da bei uns entstand, war Wildwuchs, und diese Wildnis war durchaus auch unergötzlich. Unter uns ablaufende Gespräche oder auch nur hingeworfene Bemerkungen waren oft einfach vulgär und gemein. Ein noch eher junges externes Mädchen bekam die Bezeichnung „Kollegsmatratze“ angehängt; ich bezweifle allerdings stark, dass irgendwer von uns überhaupt auch nur eine Ahnung von ihrem Privatleben hatte. Eine Lehrerin war – wohl ohne es jemals zu erfahren – Zielscheibe unseres beißenden Spotts, weil wir glaubten, im Gegenlicht der ins Klassenzimmer scheinenden Sonne einzelne aus dem Reißverschluss ihrer Hose lugende Schamhaare orten zu können. – So in der Art lief das ab.&nbsp;</p>



<p>Kultiviert wurden wir (nach Kräften) intellektuell, sportlich, auch künstlerisch und im allgemeinen Sozialverhalten, aber unser Umgang mit dem anderen Geschlecht und mit Sexualität entsprang ungefiltert einem finsteren Höllenschlund; da machte keiner was dran.&nbsp;</p>



<p>Wo das anders, zivilisierter, anständiger ablief, war es individueller Charakterbildung geschuldet, vielleicht hier und da dem Vermögen Einzelner, erlernte oder mitgebrachte allgemein soziale und ethische Einstellungen auch auf diesen unbeackerten Bereich zu übertragen. Und: Manchmal überwog das starke, ungeschriebene Gesetz der Kameradschaft und ließ z. B. Diskretion walten. Es gab ein schwules Paar in einer anderen als meiner Abteilung. Sie waren vorsichtig, aber es war unter uns weithin bekannt. Ich selbst kam einmal zufällig in die Situation, sie zu „erwischen“. Die beiden waren beliebte Schüler. Sie schafften das Abitur, ohne dass jemand sie verpetzte; ich habe auch nie eine abfällige Bemerkung über sie mitbekommen.&nbsp;</p>



<p>PS: <strong>Fundstücke zur Sexualpädagogik im weitesten Sinne</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„Anträge der Eltern: … ‚Probleme einer zeitgemäßen Geschlechtserziehung‘ – Frage von Herrn Dr. med. S. hierzu: „Wird in der sexuellen Information am Kolleg genug getan?‘ Die Diskussion hierüber ließ klar erkennen, dass hier noch etwas mehr getan werden kann und werden muss. Ein Möglichkeit ist darin zu sehen, dass sich aus den Reihen der Eltern Ärzte bereitfinden, die in jedem Tertial einen Vortrag übernehmen. …“<br>(Aus einem Protokoll&nbsp; – Kollegsrat? – aus dem Jahr 1970)<br></li>



<li><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="331" class="wp-image-599" style="width: 400px;" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2023/06/Illustration-Schuelerzeitung.jpg" alt="" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2023/06/Illustration-Schuelerzeitung.jpg 842w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2023/06/Illustration-Schuelerzeitung-300x248.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2023/06/Illustration-Schuelerzeitung-768x635.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><br>(Karikatur zur „Pille“ und zur Enzyklika „Humanae Vitae&#8220; in der Schülerzeitung „Aspekte“)<br></li>



<li>„Bei der Sexualerziehung scheint mir ein Problem auch das zu sein, dass sie allzusehr theoretisch ist.“<br>(Antrittsinterview mit Heimleiter P. Kappeler in „Aspekte“)<br></li>



<li>„Das Vordringen der Erotik in Deutschland steht in einem direkten Verhältnis zum Fortschritt der Sozialdemokraten…“<br>(Osservatore Romano, zitiert in „Aspekte“)<br></li>



<li>„Fortbildung und Supervision für Pfarrer und Jugendseelsorge, insbesondere auch zum Umgang mit (der eigenen) Sexualität, um Risiken einzelner Ordensmitglieder zu erkennen“<br>(Empfehlungen zu Präventionsmaßnahmen im Orden im „Bericht über Fälle sexuellen Missbrauchs an Schulen und anderen Einrichtungen des Jesuitenordens – 27. Mai 2010 von Ursula Raue“ (<a href="https://www.jesuiten.org/fileadmin/user_upload/Downloads/Bericht_27_05_2010_aktuell.pdf">Download</a>)</li>
</ul>



<p>{Foto von&nbsp;<a href="https://unsplash.com/@chrisdubai?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Christoph Polatzky</a>&nbsp;auf&nbsp;<a href="https://unsplash.com/de/fotos/EuM7efqpKFg?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>}</p>
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			</item>
		<item>
		<title>When I get older, losing my hair . . . when I’m sixty-four</title>
		<link>https://kollegsgeschichten.de/1974/when-i-get-older-losing-my-hair-when-im-sixty-four/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Praschma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 2023 12:47:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1974]]></category>
		<category><![CDATA[68er]]></category>
		<category><![CDATA[chor]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Kramer]]></category>
		<category><![CDATA[Pater Kiefl]]></category>
		<category><![CDATA[Pater Zieher]]></category>
		<category><![CDATA[prägung]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[schulstreik]]></category>
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					<description><![CDATA[Michael war gerade 64 geworden, als er von den "Kollegsreflexionen" erfuhr, aus denen jetzt die  "Kollegsgeschichten" geworden sind. Anhand der seinerzeit gestellten Intitialfragen präsentiert er uns nun eine Collage seiner Erinnerungen und ein Resümee seiner Kollegszeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich war tatsächlich gerade 64, als die Initiatoren der „Kollegsreflexionen“, aus denen jetzt diese Kollegsgeschichten geworden sind, dazu aufriefen, nun ja, eben zu reflektieren: „Wie hat dich das Leben im Kolleg geprägt und gab es in dieser Zeit Erlebnisse, die dich bis heute in deiner Entwicklung begleitet haben?“ Ein Resümee nach – huch! – knapp einem halben Jahrhundert.</p>



<p>Ins Kolleg kam ich1968, ein Jahr nach dem legendären Beatles-Song „When I&#8217;m Sixty-Four“ – nicht ganz freiwillig, denn meine Schulkarriere im staatlichen Gymnasium am Niederrhein hatte in der Untertertia grandios zu scheitern begonnen; aber ich war auch nicht widerwillig, mich in diesen über 500 Kilometer entfernten Ort verpflanzen zu lassen.&nbsp;</p>



<p>Also die Prägungen? Das Kolleg hat vor allem meine sozialen Fähigkeiten und mein ethisches Empfinden geprägt und meinem Denken (und Sprechen und Schreiben) eine dauerhaft tragfähige Struktur verliehen.<br><br>Mein Glück war die Mischung aus jesuitischer Rationalität und der offensiven sozialen Haltung meines zweiten, jetzt weltlichen, Präfekten Herbert Kramer, ausgebildeter Sozialarbeiter, hartnäckiger Hinterfrager und unkonventioneller Typ. Der Chor war daneben eine emotional sehr wichtige Aktivität; ich bin später noch in mehreren anderen Chören gewesen, die mich ebenfalls in mehrfacher Hinsicht bereichert haben. Hier hat der Kollegschor ein Fundament gelegt.<br><br>&nbsp;„Gibt es Erlebnisse, die du in der Rückschau heute anders bewertest als damals?“ – Erlebnisse eigentlich nicht; eher Einstellungen. Ich bin im Laufe meiner Kollegszeit tief religiös geworden, sowohl spirituell als auch &#8222;theologisch&#8220;. Heute bin ich – nach einigen Umwegen – kirchenkritischer Agnostiker. Das bedeutet aber nicht, dass ich mit der religiösen Prägung während meiner Kollegszeit hadere; sie bleibt eine wichtige Phase in meinem Leben.<br><br>&nbsp;<strong>Strenge Führung kann (!) das Verhandlungsgeschick fördern</strong></p>



<p>Was die größten Herausforderungen am Kolleg waren und was ich daraus gelernt habe, lautete eine weitere Frage. Für mich waren das weniger persönliche Herausforderungen als solche, von denen mehr oder weniger die ganze Kollegsgemeinschaft betroffen war. Ich habe mich am Kolleg sehr wohl gefühlt, vor allem, weil ich das dauernde Zusammensein mit Gleichaltrigen genoss. Besonders in der ersten Zeit am Kolleg &#8222;war&#8220; ich eher eine Herausforderung, als dass ich welche erfuhr. P. Zieher, mein erster Präfekt in der 4. Abteilung, schrieb tatsächlich in die erste Internatsbewertung: „Michael hat sich einer revolutionären Gruppe angeschlossen.“ – Begrifflich Unfug; unsere 6er-Tischgruppe war renitent, wenig regeltreu und „a pain in the ass“, aber Umsturzpläne hegten wir nicht.&nbsp;</p>



<p>Eine große <em>allgemeine</em> Herausforderung waren Auseinandersetzungen mit der Kollegsleitung. Dazu zählten u. a. der <a rel="noreferrer noopener" href="https://kollegsgeschichten.de/1971/politikum/" target="_blank">Schulstreik</a> wegen des Verbots, als Kollegsschüler den Jusos beizutreten, und heftige Auseinandersetzungen um die Entlassung eines bei uns sehr beliebten Lehrers, der aber bei der Kollegsleitung missliebig war.<br><br>Ich habe unter anderem als Abteilungsrat und Schülerrat viele harte Verhandlungen geführt, bis hinauf zu Kollegsdirektor P. Kiefl, und meine Fähigkeit, schriftlich und mündlich zu argumentieren, wurde dadurch intensiv geschult. Die gut vermittelte kommunikative und soziale Kompetenz, ein recht breit gestreutes Halbwissen (vulgo: humanistische Bildung) und die Fähigkeit, mich in sehr unterschiedliche Felder einzuarbeiten, sind auch Ergebnisse dieser Prägung durch das Kolleg, die ich bis heute in vielen Zusammenhängen nützlich finde.&nbsp;</p>



<p>Die Vorzüge bzw. Nachteile einer Internatsausbildung gegenüber regulären Schulen liegen für mich sehr klar auf der Hand. Die geübte Gemeinschaft über die schulischen Belange hinaus bietet hervorragende Chancen, eine wesentlich intensivere persönliche Entwicklung durchzumachen, wenn man denn die vielen Angebote aufgreift. Die andere Seite der Medaille ist – jedenfalls für mich – bei dem hohen Maß, in dem ich mich im Kolleg engagiert hatte, dass ich zugleich von meiner Umgebung &#8222;zu Hause&#8220; entwurzelt war. Das Kolleg war am Schluss, nach sechs Jahren und dem Abitur, mein eigentliches Zuhause geworden; ich fiel danach etwa ein Jahr lang in ein ziemlich tiefes Loch, bis ich wieder ein neues Umfeld hatte.<br><br>&nbsp;Aber:&nbsp; You can&#8217;t eat the cake and have it!&nbsp;</p>



<p></p>



<p>(Foto: &#8222;Schock&#8220;-Plakat von Miguel Lockett, Archiv des Autors)</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;My Pult is my castle&#8220; &#8211; Ein Fotoalbum</title>
		<link>https://kollegsgeschichten.de/1974/my-pult-is-my-castle-ein-fotoalbum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Praschma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Dec 2022 14:26:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1974]]></category>
		<category><![CDATA[Adalbert Kemna]]></category>
		<category><![CDATA[chor]]></category>
		<category><![CDATA[ehret]]></category>
		<category><![CDATA[Foidl]]></category>
		<category><![CDATA[Leu]]></category>
		<category><![CDATA[orchester]]></category>
		<category><![CDATA[Pater Zieher]]></category>
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		<category><![CDATA[schlafsaal]]></category>
		<category><![CDATA[Strafstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wandertag]]></category>
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					<description><![CDATA[Konzertreisen, Wandertage, Absurdes Theater, Fasching und ein Streich mit Folgen. Altkollegianer Michael Praschma hat sein Fotoalbum für uns geöffnet und erlaubt spannende und amüsante Einblicke in seine Kollegszeit Ende der 60er bis Mitte der 70er Jahre.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="385" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-2-1024x385.jpg" alt="" class="wp-image-460" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-2-1024x385.jpg 1024w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-2-300x113.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-2-768x289.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-2-1536x578.jpg 1536w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-2.jpg 1866w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Chor und Orchester reisten im Rahmen eines Austauschprojekts vom 22. bis 29. April 1974 nach Wales, untergebracht bei Gastfamilien. Vor Ort wurde, z. B. in der katholischen Kirche von Llandridodd, fleißig geprobt.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="978" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1b-3-1024x978.jpg" alt="" class="wp-image-465 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1b-3-1024x978.jpg 1024w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1b-3-300x287.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1b-3-768x734.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1b-3.jpg 1072w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Einer Reihe von Auftritten unter Leitung von <strong>Hubert Ehret</strong> folgten meist gesellige Empfänge, bei denen offenbar auch die erreichten oder verfehlten Tonhöhen <br>(hier <strong>P. Leu </strong>mit dem Autor) nachbesprochen &#8230;. </p>
</div></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>&#8230; und wichtige weitere Erledigungen abgehakt wurden (<strong>Herr Ehret</strong> gemeinsam mit <strong>Herrn Pleuter</strong>).</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="882" height="784" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1a.jpg" alt="" class="wp-image-466 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1a.jpg 882w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1a-300x267.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1a-768x683.jpg 768w" sizes="(max-width: 882px) 100vw, 882px" /></figure></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="622" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/1c-1024x622.jpg" alt="" class="wp-image-473 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/1c-1024x622.jpg 1024w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/1c-300x182.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/1c-768x467.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/1c-1536x933.jpg 1536w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/1c.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Abschluss war ein rauschendes Abschiedsfest. Außer den Sopranen&nbsp;&#8230;</p>
</div></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>&#8230; war auch der Reiseleiter und Englischlehrer <strong>Herr Pleuter</strong> ein gefragter Mann.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1d-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-474 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1d-1024x683.jpg 1024w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1d-300x200.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1d-768x513.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1d-1536x1025.jpg 1536w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1d.jpg 1768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="761" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1e-1024x761.jpg" alt="" class="wp-image-477 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1e-1024x761.jpg 1024w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1e-300x223.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1e-768x571.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1e-1536x1141.jpg 1536w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-1e.jpg 1766w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Die Abreise sorgte in der Folge für herzzerreißende Szenen mit der walisischen Mädchenwelt beim Besteigen des Busses.</p>
</div></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-3-oben-2-1024x686.jpg" alt="" class="wp-image-483" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-3-oben-2-1024x686.jpg 1024w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-3-oben-2-300x201.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-3-oben-2-768x515.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-3-oben-2.jpg 1158w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Anfang der 70-er Jahre stellte das Kolleg den Schauspieler und Opernsänger <strong>Adalbert Kemna</strong> ein, um eine freiwillige Sprecherziehung anzubieten, über deren erfolgreiche Absolvierung auch ein Zertifikat ausgestellt wurde. Wir lernten etwa, bei dem berühmten Satz <em>„Barbara saß nah Abhang, sprach gar sangbar zaghaft, langsam: Was hallt am Waldbach nah?“ </em>die Zungenspitze bei allen „A“s an der Innenseite der unteren Schneidezähne zu halten. </p>



<p>Öffentlichkeitswirksam wurde die pädagogische Maßnahme durch einen Abend mit Stücken des Absurden Theaters beim Pfingst-Elterntreffen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="462" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Prschma-Bild-3-unten-1024x462.jpg" alt="" class="wp-image-486" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Prschma-Bild-3-unten-1024x462.jpg 1024w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Prschma-Bild-3-unten-300x135.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Prschma-Bild-3-unten-768x346.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Prschma-Bild-3-unten.jpg 1082w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1388" height="1436" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/4-990x1024.jpg" alt="" class="wp-image-489 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/4-990x1024.jpg 990w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/4-290x300.jpg 290w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/4-768x795.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/4.jpg 1388w" sizes="(max-width: 1388px) 100vw, 1388px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Die Schlafsäle für die Mittelstufe waren Ende der 60-er Jahre teils noch um die 30 Betten groß und eine Brutstätte für jede Art von Blödsinn – beileibe nicht nur Kissenschlachten. Diese leicht pietätlose „Aufbahrung“ einer vermeintlichen Mordleiche fand beim aufsichtführenden Präfekten Pater Zieher wenig Gefallen und endete, da der ganze Schlafsaal auf die Frage nach dem Urheber standhaft schwieg, mit einem einstündigen nächtlichen Strafstudium im Pyjama.&nbsp;</p>
</div></div>



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<div class="wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Unser Genius loci dürfte in diesem Raum, dem „Studium“ der 4. Abteilung 1968, noch herumwabern; immerhin verbrachten wir dort Frühstudium, Hauptstudium, Abendstudium und am Sonntagvormittag auch noch das Briefstudium, außerdem zumindest bei schlechtem Wetter auch viel Freizeit. Es galt „<strong>My Pult is my castle</strong>“; das war eigentlich der (einzige) Kern der Privatsphäre. Beim Briefstudium wurden wir mit der Lieblingsmusik des Präfekten malträtiert – bei Zieher war es, jawohl, Joan Baez.</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="876" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/5-1-1024x876.jpg" alt="" class="wp-image-491 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/5-1-1024x876.jpg 1024w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/5-1-300x257.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/5-1-768x657.jpg 768w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/5-1-1536x1314.jpg 1536w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/5-1.jpg 1784w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></div>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="918" height="882" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-6-links.jpg" alt="" class="wp-image-493 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-6-links.jpg 918w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-6-links-300x288.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-6-links-768x738.jpg 768w" sizes="(max-width: 918px) 100vw, 918px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Fasching 1969</strong>: Die Abteilungen hatten Spielsäle, aufgereiht im Kellergang unter den damaligen Sheds, und jede Abteilung überlegte sich eine eigene Gestaltung und ein Angebot, das auch der Abteilungskasse zu Einnahmen verhelfen sollte, weswegen Getränkekonsum nirgends fehlen durfte. – Richtig gelesen: auch Bier und Whisky White!</p>
</div></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Die Schriftgrafik der Werbeplakate war vom selben Zeitgeist inspiriert wie der Aufdruck auf dem ersten Kollegspulli.&nbsp;</p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="944" height="932" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-6-rechts.jpg" alt="" class="wp-image-494 size-full" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-6-rechts.jpg 944w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-6-rechts-300x296.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-6-rechts-768x758.jpg 768w" sizes="(max-width: 944px) 100vw, 944px" /></figure></div>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="922" height="618" src="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-7-1.jpg" alt="" class="wp-image-498" srcset="https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-7-1.jpg 922w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-7-1-300x201.jpg 300w, https://kollegsgeschichten.de/wp-content/uploads/2022/12/Praschma-Bild-7-1-768x515.jpg 768w" sizes="(max-width: 922px) 100vw, 922px" /></figure>



<p><strong>Wandertage</strong> (hier die Klasse 8b des Jahrgangs 1968/69) führten in für uns so desparat abgelegene Naturjuwele der Umgebung, dass sie sich nur durch lautes Absingen unzüchtiger Lieder und den Konsum ebenso selbstverständlich verbotener wie dennoch mitgeführter Genussgifte ertragen ließen. Wie viel unser <strong>Klassenlehrer Foidl </strong>davon mitbekommen hat, entzieht sich meiner Kenntnis</p>



<p>(Fotos : Archiv des Autors)</p>
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